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16.06.2014

Nachfolger für Verschlüsselungssoftware TrueCrypt

Der deutsche IT-Sicherheitsspezialist Sirrix AG kündigt eine Nachfolgeversion der beliebten Open-Source Verschlüsselungssoftware TrueCrypt an.

Saarbrücken, 16. Juni 2014. Als Reaktion auf das aktuell bekannt gegebene Ende der Weiterentwicklung der Verschlüsselungs-software TrueCrypt durch das bisherige Entwickler-Team plant die Sirrix AG, Saarbrücken, mit der Software TrustedDisk eine erweiterte Version von TrueCrypt zu veröffentlichen und als Open-Source-Lösung weiterzuentwickeln.

Bereits vor drei Jahren hatte die Sirrix AG gemeinsam mit der escrypt GmbH im Auftrag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) TrueCrypt einem umfassenden Audit unterzogen. Die im Audit gesammelten Erkenntnisse sind in die neue Verschlüsselungssoftware eingeflossen und haben die bisherige TrueCrypt-Sicherheits-Architektur und -Implementierung deutlich verbessert. Hierzu gehören beispielsweise ein verbesserter Bootloader, die Zufallszahlenerzeugung oder der Schutz des Schlüsselmaterials.

„Mit einem Open-Source Nachfolger für TrueCrypt wollen wir sicherstellen, dass auch Privatanwendern in Zukunft eine vertrauenswürdige Verschlüsselungslösung mit einem hohen Sicherheitsniveau bereitsteht“, so Sirrix-Vorstandschef Ammar Alkassar. „Angesicht des Jahrestages der Snowden-Enthüllungen erscheint die Empfehlung der bisherigen TrueCrypt-Entwickler, auf Microsofts Bitlocker zu wechseln, unverständlich“, kommentiert Alkassar.

Die Sirrix AG bietet mit TrustedDisk Enterprise bereits jetzt eine Lösung zur Festplattenverschlüsselung (Full-Disk Encryption) an, deren Funktionalität deutlich über die der Open-Source-Lösung TrueCrypt hinausgeht. Hierzu gehören Public-Key Kryptographie zur effizienten Schlüsselverwaltung, SmartCard-Unterstützung und ein zentrales Management mit eigener PKI.  TrustedDisk wurde 2012 durch das BSI für die behördliche Verarbeitung von Daten, die als VS- Verschlusssache-NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH  eingestuft sind, zugelassen und wird in Bundes- und Landesverwaltungen sowie bei Unternehmen in Deutschland, insbesondere, die einer Sicherheitsbetreuung unterliegen, breit eingesetzt.

Die Verschlüsselung von Festplatten und anderen Datenträgern leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Wirtschaftsspionage und vor dem Diebstahl von persönlichen Daten, und muss daher weiter wirkungsvoll verfügbar sein.

Siehe auch: Was-wollte-Ihnen-Edward-Snowden-sagen?

 

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