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BSI-Studie "VoIPSec" vorgestellt
VoIPSec
Sirrix  erstellt  in Zusammenarbeit mit dem BSI Studie zur Sicherheit im Voice-over-IP

BSI-Studie "VoIPSec" vorgestellt

Bonn/München, 24. Oktober 2005 –  Die durch die Sirrix AG im Auftrage des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)  ausgearbeitete Studie "VoIPSEC" beleuchtet, was bei der sicheren Konvergenz von Sprach- und Datendiensten technisch und organisatorisch zu berücksichtigen ist. Die Internettelefonie (Voice over Internet Protocol) wird in dieser Woche ein Schwerpunkt der Münchener Technologie-Messe Systems sein.
"Mit der Verbreitung neuer Systeme erhöht sich auch das Risiko für Angriffe. Voice over IP bildet hierbei keine Ausnahme", erklärt Dr. Udo Helmbrecht, Präsident des BSI. "Bei der Auswahl eines Systems sollten die realisierten Sicherheitsmaßnahmen im Fokus stehen und nicht nur die Systemfunktionalität", fordert er. Den Vorteilen der VoIP-Technik werde in der Studie daher eine detaillierte Sicherheitsbetrachtung gegenübergestellt. Am Ende sollte die Entscheidung für oder gegen den Einsatz von VoIP-Systemen aber immer zugunsten der IT-Sicherheit ausfallen, betont Helmbrecht.

Im Vergleich zu traditionell installierten Telekommunikationsanlagen (TK) ist der ungesicherte Einsatz von VoIP-Technologie mit zusätzlichen Risiken verbunden. Zu den Sicherheitsrisiken der TK-Welt kommen die der IP-Welt hinzu. Das betrifft in großem Maße die Systemverfügbarkeit. Während früher ein Ausfall der IP-Kommunikation oder der Telekommunikation entweder nur die Datenkommunikation oder nur die Telefonie beeinträchtigt hat, können mit der Zusammenlegung beider Technologien auch beide gestört werden oder ausfallen. Darüber hinaus ist es deutlich einfacher, Kommunikationsinhalte und -beziehungen abzuhören und mitzuschneiden.

Das BSI empfiehlt daher bei der Einrichtung eines VoIP-Systems neben organisatorischen und infrastrukturellen Schutzmaßnahmen speziell auf die Verfügbarkeit und die Integrität des Systems zu achten. Geeignete Sicherheitsmaßnahmen sind heute zwar technisch und organisatorisch realisierbar. Allerdings sind diese mit einem substanziellen technischen und finanziellen Aufwand verbunden, der die angestrebten Kosteneinsparungen möglicherweise vermindert. Daher müssen die Kosten für die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen bereits frühzeitig in die Planungen einbezogen werden.

Im Auftrage der Sirrix waren Mitarbeiter des Lehrstuhls für Netz- und Datensicherheit an der Uni Bochum, Mitarbeiter der Rechenzentren der Uni Saarbrücken und Hannover, sowie der HTW Saarbrücken beteiligt.

Die Studie "VoIPSEC" ist als PDF-Version auf den BSI-Internetseiten abrufbar: http://www.bsi.bund.de/literat/studien/VoIP/index.htm

Ähnliche Themen: Neue Trends in der Kommunikations- und Informationstechnik 2010+3: BSI Studie in Zusammenarbeit mit Sirrix veröffentlicht (2003)

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